Gemüsebau Hartmann - Qualität aus Sechtem in vierter Generation

Der Betrieb der Familie Hartmann liegt im Herzen von Sechtem und wird bereits seit rund 200 Jahren bewirtschaftet.

Anfangs- wie weit verbreitet zu damaliger Zeit- war es ein kleinbäuerlicher Familienbetrieb mit der Haltung einiger Kühe, Schweine und Hühner neben dem Gemüse- und Getreideanbau. Durch die wechselvolle Geschichte der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten hat sich das Hauptaugenmerk auf die Produktion von Gemüse verlagert.

Heute führen Helmut Hartmann und seine Lebensgefährtin Cornelia Schröder mit unermüdlicher Unterstützung des Vaters Severin Hartmann den Betrieb. Wir bauen auf etwa 30 Hektar rund um Sechtem verschiedene Gemüse- und Obstsorten, Getreide, Kartoffeln und Zuckerrüben an.

Dabei legen wir höchsten Wert auf die Achtung der Natur, die uns den Boden als wesentliches Fundament für unsere Arbeit und schließlich unsere Ernährung zur Verfügung stellt. Hierbei gilt es zu beachten, diese Grundlage besonnen und nachhaltig zu bewirtschaften, um sie für nachfolgende Generationen bewahren zu können. Der Acker ist und bleibt unser wertvollstes Gut.

Um die Fruchtfolge einzuhalten und hierdurch den Böden eine bestmögliche Versorgung zu bieten achten wir beim Anbau auf den Wechsel von Gemüse, Getreide und Hackfrüchten. Für die Ruhephasen und natürliche Düngung des Bodens sorgen verschiedene Gründüngerkulturen.

Der direkte Kontakt zu Ihnen als Kunden, der unsere Produkte unmittelbar verkostet, ist uns ein großes Anliegen. Wir lassen Sie gerne an der persönlichen Atmosphäre teilhaben und freuen uns, Ihnen die Landwirtschaft, die uns doch alle ernährt, etwas näher bringen zu können.

Wir freuen uns auf Sie,

Ihr Team vom Hofladen Hartmann

Etwas über uns in eigener Sache:

Unsere tierischen Helfer - Der Einsatz von Nützlingen:

Zum Bestäuben unserer Tomaten, Gurken, Paprika und Auberginen, die im geschützen Anbau in Folientunneln wachsen, benötigen wir Hummeln, da diese sich innerhalb der Folie im Gegensatz zu Bienen ohne weiteres zurecht finden. Diese tierischen Helfer bekommen wir in einzelnen Völkern zugesandt, die wir dann in den Folientunneln platzieren. Über entsprechende Einstellungen kann man die Hummeln herauslassen. Bis zu acht Wochen halten sie sich dann an den Pflanzen auf und sorgen dafür, dass die Blüten befruchtet werden. Den fehlenden Nektar mancher Pflanzen z. B. der Tomaten ersetzt eine Nährlösung, die sich in einer separaten Box unterhalb des Hummelnestes befindet.

Zwecks Bekämpfung von Schädlingsbefall an unseren Gurkenpflanzen setzen wir alternativ zu Spritzmitteln Schlupfwespen ein. Diese sorgen auf natürliche Weise für eine Beseitung der Schädlinge.

Unsere Hasensuchbildserie:

Oft wird kritisiert, dass die Landwirtschaft mit ihrer vermeintlich monokulturellen Bewirtschaftung der Felder und Wiesen Tiere und Pflanzenarten aus ihrem Lebensraum verdrängt und dadurch die Artenvielfalt mindert.

Entgegen dieser landläufigen Meinung stellen wir fest, dass in unserem Raum an erster Stelle die zunehmende Erschließung und Bebauung die natürlichen Bedingungen stark verändern, weit mehr noch als die wenigen hier noch vorhandenen landwirtschaftlichen Betriebe mit ihren großen Feldern.

Da allzu gern die in den Medien verbreiteten Ansichten verallgemeinert werden, möchten wir Ihnen nachfolgend einige unserer persönlichen Erfahrungen und damit verbundenen Maßnahmen zeigen.

Den Gründünger aus dem Winter haben wir im Frühjahr etwas länger stehen lassen. Dadurch finden die Feldhasen ein behütetes Heim und die Jungtiere Deckung.
Auch im benachbarten Möhrenlaub können die kleinen Hasen im Schutz heranwachsen und ein Schmankerl ist natürlich auch noch drin.
Da die Feldhasen leider immer seltener werden und sich meist als Verkehrsopfer auf den Straßen finden lassen, erfreuen wir uns sehr an solchen Anblicken auf unseren Feldern:


Vogelschutz:

Vor der Aussaat der Ackerbohnen stellten wir fest, dass auf dem dafür vorgesehenen Feldstück mehrere Kiebitze begonnen haben zu brüten.
Da das Feld aber trotzdem mit der Kultur belegt werden muss haben wir vorab geprüft, an welchen Stellen die Kiebitze ihre Bodennester gebaut haben.
Mit entsprechenden Stangen markiert fiel es leicht, diese Stellen zu umfahren und den Elterntieren die Aufzucht ihrer Jungen innerhalb der mit Unkraut bewachsenen "Inseln" zu ermöglichen.
Somit war es nur mit ein wenig mehr Aufwand verbunden allen gerecht zu werden.
Auf dem benachbarten Grundstück befand sich ebenfalls ein Kiebitz-Gelege, nur wenige Meter von unserem Feld entfernt. Mit der Gewissheit, dass die Angestellten des Kollegen mit großer Wahrscheinlichkeit über das Nest fahren und es dabei zerstören würden, haben wir es- ohne die Eier zu berühren- mit wenigen Spatenstichen auf unser Stück versetzt und die Elterntiere haben es ohne Probleme wieder in Besitz genommen.

Neben den jetzt drei Kiebitz-Nestern hat auch ein Brutpaar der Feldlerchen ein Nest mit vier Jungtieren, die bereits geschlüpft sind und hungrig ihre Schnäbelchen aufreissen.